Wir freuen uns, dass Frau Dr. Benecke ab August wieder unser Praxisteam verstärken wird!

Unsere Praxis

Eine besondere Betrachtung der implantologischen Zahnheilkunde!

Die Besonderheit der Implantologie in der Zahnheilkunde liegt in der Zugehörigkeit zur oralen Chirurgie.

Dass ich diese Binsenweisheit hier so explizit erwähne, muss ich erklären.

Wenn für eine Krone präpariert (beschliffen) wurde und der Kontrollblick verrät, dass es an einer Stelle noch nicht gut aussieht, kann man das noch korrigieren. Das Gleiche trifft für eine Füllungspräparation zu. Auch hier ist nachträgliches Korrigieren möglich.

Ganz anders beim Implantieren:

Ist der Eröffnungsschnitt getan, kann dieser nicht nachträglich verändert werden. Ebenso trifft das für den Implantatstollen im Knochen zu. Eine falsche Position muss falsch bleiben. Ist z. B. der Stollen und damit das spätere Implantat nicht genau in die Kieferkammmitte platziert, sondern zu weit zur Wange oder Lippe oder zu weit in die andere Richtung zur Zunge hin, ist das Implantat entweder gar nicht oder nur unter Akzeptanz einer stark verkürzten Lebensdauer prothetisch zu versorgen.

Auch die versehentliche Verletzung von heiklen anatomischen Strukturen, wie z. B. Nerv, Kieferhöhle oder seitliche Zahn- wurzeln sind nicht mehr zu korrigieren.

Die Liste möglicher Fehler ist noch länger, aber ich will an dieser Stelle kein Horrorszenario aufbauen. Sie sollten jedoch als Patienten, insbesondere potentielle Implantatpatienten, sich dieser Tatsache bewusst werden.

Auch will ich keinesfalls die orale Implantologie als Buch mit sieben Siegeln darstellen. Der allergrößte Teil der Implantate ist korrekt gesetzt …der allergrößte Teil!

Auch wir implantologisch tätigen Zahnärzte müssen uns unsere Verantwortung immer wieder bewusst machen und ihr mit stetiger Fortbildung gerecht werden.

Die richtige Einstellung einer jeglichen Implantologin oder eines jeglichen Implantologen zu dieser implantologischen Tätigkeit soll zum Schluss nicht unerwähnt bleiben.

Wir sind überhaupt, aber hier besonders, zu Sorgfalt und Akribie aufgerufen. Das Wohlergehen der Patientin oder des Patienten ist uns anvertraut. Das Gewebe, Weichgewebe (Zahnfleisch) und das Hartgewebe (Knochen) sind unsere Freunde. Und so behutsam müssen wir sie behandeln.

Dr. Rainer Littinski

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